Der tote Winkel
„Vor dem Abbiegen – Schulterblick!“
„Vor dem Spurwechsel – Schulterblick!“
Warum wir das machen? Ganz einfach. Um den toten Winkel zu überprüfen, der sich nicht im Spiegel unseres Autos abbilden lässt.
Ganz ehrlich: Wie oft fuhr dir ein kurzer Schreck durch den Körper, als sich da doch ein ganzes Auto oder ein Radfahrer versteckte – in diesem verdammten toten Winkel! Und wir wurden freundlich mit hupen, schimpfen und wilden Handgesten darauf aufmerksam gemacht.
Und jetzt noch einmal ganz ehrlich: Wie oft werden wir von unseren Mitmenschen oder Mitarbeitenden auf unsere persönlichen „toten Winkel“, unsere „blinden Flecken“ hingewiesen. Manchmal subtil. Manchmal deutlich. Manchmal mit wilden Handgesten…
Unsere blinden Flecken sehen, wie der Name schon sagt, vorwiegend andere. Wir sehen diese leider nicht. Wir sind blind oder wir verhalten uns blind – ja das ist ein Unterschied!
Sie entstehen durch unser Verhalten, wenn wir zu viel in unsere potenziellen Stärken hineininterpretieren und unsere Verbesserungspotenziale vernachlässigen.
Kurz gesagt: Selbstüberschätzung.
Blinde Flecken bremsen unseren Fortschritt. Daher ist es sinnvoll, an den Ursachen dafür zu arbeiten.
„Doch wie an den Ursachen arbeiten, wenn ich doch meine blinden Flecken gar nicht kenne?“
Auf dem Weg zur Bestleistung ist es ratsam:
> Zu akzeptieren, dass jeder von uns blinde Flecken hat,
> Unsere Wahrnehmung zu schärfen, damit wir erkennen, wenn uns jemand unbewusst oder bewusst darauf hinweist,
> Scharf darüber nachzudenken, wieviel Wahrheit in diesen Hinweisen steckt,
> An unseren individuellen blinden Flecken zu arbeiten.
Bei vielen Lkws befindet sich zumindest ein Aufkleber am Heck mit der Aufschrift: „Gefahr! Toter Winkel!“. Hier ist man zumindest davor gewarnt. Vielleicht wäre solch ein Aufkleber für den einen oder anderen von uns auch ganz nützlich…
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

