Ein halbes Jahr harte Arbeit für die Katz
„Das letzte Mal habe ich meinen Trainer vor nem halben Jahr gesehen…“.
Hast du diesen Satz schon einmal von einem Spitzensportler gehört? Ich bisher nicht.
Stellen wir uns das doch einmal vor…
24°C. Sonniges Wetter. Ein leichter Luftzug, gerade richtig. Tennisplatz. Das weiße Netz ist gespannt. Du im Tennis-Outfit. Den Schläger in der Hand. Dein Trainer gibt dir gerade noch schnell einen Hinweis, wie genau du den Ball beim Aufschlag treffen musst. Dann…verschwindet er.
Du trainierst und trainierst. Genauso, wie dein Trainer es dir gesagt hat. Tage. Wochen. Monate. Ein halbes Jahr später lässt dein Trainer sich wieder blicken.
Voller Stolz präsentierst du den Aufschlag. Doch statt Begeisterung lässt dein Trainer verlauten: „So habe ich dir das nicht erklärt. Völlig falsch. So geht das…“ Dann verschwindet er wieder…
Fazit: Ein halbes Jahr harte Arbeit für die Katz.
Im richtigen Leben würde so etwas nicht vorkommen. Doch warum passiert genau das tagtäglich in den Unternehmen?
Zielvorgabe – kurzes Gespräch – Funkstille – 12 Monate später: Performance Review.
Kommt dir das bekannt vor? Oder kennst du jemanden, der jemanden kennt, der nen Chef hat, der das so handhabt?
Mit dieser Vorgehensweise sollten wir uns nicht wundern, wenn Excellence nur ein abstrakter Begriff bleibt, nach dem man zwar irgendwie streben will, aber doch nichts Konkretes dahinterliegt.
Und jetzt mal Hand aufs Herz: Auf einer Skala von 1 bis 10 (die Einheit ist Millimeter): Wie verstaubt ist das aktuelle Performance Review (oder das Zielvereinbarungsformular) deiner Mitarbeitenden?
Und wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, sich als „Trainer“ wieder auf dem Platz blicken zu lassen?
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

