Fragen sind anstrengend – oder wie siehst du das?
Was hattest du heute zum Frühstück? War der Kaffee schwarz oder mit Milch und Zucker?
Fragen lenken die Aufmerksamkeit und die Richtung der Gedanken.
Menschen wollen Fragen beantworten. Unbeantwortete Fragen erzeugen ein Unbehagen im Kopf (Mehr dazu findest du im Daily: „Ruhe im Kopf“). Und das ist doch erst einmal echt anstrengend – oder? Fängt dein Kopf auch immer gleich zum Rattern an? Willst du die Frage denn nicht auch schnell und richtig beantworten? Hast du jetzt genug, mit den platten Fragen? Ich auch!
Als Dozent diskutiere ich gerne Führungsthemen und wir vertiefen Beispiele aus der Praxis der Teilnehmer. Immer mal wieder werde ich dann gefragt: „Schwaiger, wie würden sie das machen?“.
Und zu oft ertappe ich mich, wie mein Hirn bereits rattert, um eine Antwort zu suchen, obwohl die Frage noch nicht einmal komplett gestellt wurde.
Muss ich nicht – und das ist die Herausforderung auch für viele andere.
Einfacher – und wirksamer ist es, wenn ich dann auf die mir gestellte Frage einfach frage: „Was meinen denn die anderen dazu?“.
Schon beginnt das Kopfrauchen und eine interessante Diskussion entsteht. Und ich?
Ich lerne. So, wie viele der anderen Teilnehmer Neues dazu. Neue Eindrücke. Neue Perspektiven. Neue Meinungen.
Auch wenn ich denke, ich kenne die Antwort, werde ich doch regelmäßig davon überzeugt, dass ich meine Antwort updaten darf – oder zumindest weitere Facetten hinzufügen kann.
Fragen öffnen den Raum für Denken, Diskussion und Kreativität. Antworten schließen diese Tür.
Viele denken, als Führungskraft müssen sie auf alles eine Antwort haben. Dem stimme ich nicht zu.
Wer auf alles eine Antwort hat, ist selten der Klügste – so zumindest meine Erfahrung.
Wann stellst du ab jetzt lieber eine Frage an dein Team und öffnest den Gesprächsraum?
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

