Reflektiere, ob Dein Denken logisch ist
„War doch klar, dass das Budget überschritten wird. Das hätte ich euch gleich sagen können…“.
So etwas schon einmal zu hören bekommen? Im Nachhinein ist man immer schlauer. Die Einschätzung im Vorfeld des Projektes waren jedoch gemischt und keineswegs so eindeutig. Doch daran erinnert man sich nicht mehr (bewusst oder unbewusst). Egal wie. So eine Aussage deutet auf eine verzerrte Wahrnehmung hin – und macht anderen Menschen das Leben nicht gerade leichter…
Kognitive Verzerrung bedeutet, dass unser Gehirn manchmal Dinge falsch versteht oder bewertet. Es macht Fehler, weil es sich auf Erfahrungen und Gefühle verlässt. Zum Beispiel kann es denken, dass uns jemand nicht mag, nur weil er ernst schaut. Doch oft stimmt diese Annahme nicht wirklich.
Überlege Dir, ob eine oder mehrere der nachfolgenden kognitiven Verzerrungen auf dich zutrifft:
> „Hätte“, „sollte“, „Könnte“-Aussagen: „War ja klar. Ich hätte es wissen müssen…“
> Denken im Absoluten: „Das war reine Zeitverschwendung…“
> Dinge außerhalb Deiner Kontrolle: Machst du dir oft Sorgen um Dinge, die du nicht kontrollieren kannst?
> Selbsterfüllende Prophezeiungen: „Das wird sowieso nicht klappen…“
> Schwarzmalen: Du erkennst nur den schlechtesten Fall
> Kannst Du Gedanken lesen: „Wetten wir, er hats vergessen…“
> Menschen ein Etikett anheften: „Das kann der nicht.“
> Vom Negativen geblendet sein: Siehst du nur die Dinge, die schief laufen?
> Verallgemeinern: „Nie mache ich etwas richtig.“
> Opferrolle oder Gestalter-Rolle: „Bist du Opfer des Schicksals oder gestaltest du deine Zukunft?
> Du bist vs. Du kannst: Glaubst du, dass deine Fähigkeiten nicht mehr entwickelt werden können oder glaubst du an das kontinuierliche Lernen?
Wie gehst du mit verzerrten Sichtweisen um? Woran erkennst du, dass sich deine Sicht der Dinge verzerrt?
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

