Dieser einfache, dennoch wirksame Spruch ist in der Industrie oft zu hören oder zu lesen. Ich bin mir sicher, auch du hast ihn schon vielfach gesehen oder sogar benutzt.
Im Lean-Management setzt man noch ein paar mehr Schritte drauf – aber darauf will ich heute gar nicht eingehen.
Vielmehr will ich die Wirksamkeit des einleitenden Spruchs hervorheben. Nicht nur am Arbeitsplatz (also in der Werkstatt, in der Produktionshalle, im Büro oder wo auch immer) entfaltet Ordnung und Sauberkeit ihre Wirksamkeit.
Auch in unseren Köpfen sorgt Ordnung und Sauberkeit für ein sicheres Gefühl. Ein Gefühl des „Nichts-vergessens“, des „alles im Griff zu haben“, des „Herr oder Frau der Dinge zu sein“!
Was könnten wir alles erreichen, wenn wir das Chaos in unseren Köpfen in den Griff bekommen würden!
Ein System, oder auch eine Routine kann befreiend sein. Zum Beispiel gibt uns doch das tägliche Produktions-Update-Meeting ein Gefühl, über die Dinge der letzten 24 Stunden informiert zu sein.
Das regelmäßige Projektupdate sorgt dafür, zu wissen wo man steht und wie es mit den Milestones aussieht.
Im wiederkehrenden Teammeeting kann jeder seinen Stand der Dinge kundtun, und Probleme offen ansprechen.
Für Meetings ist die Meetingagenda bekannt, jeder kann sich darauf vorbereiten und weiß was kommt.
Ein herrlich sicheres Gefühl, die Dinge im Griff zu haben, oder?
Systeme ermöglichen eine strukturierte Bearbeitung regelmäßig wiederkehrender Dinge. Sie sorgen für Effizienz und Effektivität. Sie erlauben gleichbleibende Qualität und schaffen Vorhersehbarkeit.
Systeme sorgen für Sicherheit! Sie schaffen Vorhersehbarkeit
Sie können aber auch Überhand nehmen. Wenn plötzlich der ganze Tag durchgeplant ist, bleibt kein Platz mehr für Kreativität und Innovation. Die besten Ideen entstehen doch, wenn das Gehirn etwas Freiraum bekommt, um unterbewusst arbeiten zu können.
Dennoch: Systeme eignen sich hervorragend, um Dinge auf Stand zu halten. Bleiben Themen immer wieder liegen, oder vergisst du das eine oder andere, baue dir ein System, das für dich mitdenkt. Bist du bereits Delegations-Profi, dann brauchst du ein System fürs Nachhalten. Hast du Mitarbeitende und bist Teamleader, dann wirst du um ein performantes System nicht herumkommen.
Stehen deine Systeme, gilt es jetzt nur noch, diese sauber zu halten. Also es nicht mit unnötigen Dingen zuzuspammen. Regelmäßiges drüber Nachdenken, ob das System noch up-to-date ist und ob es angepasst werden muss, gehört zum Führungsalltag. Ganz im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung und dem Streben nach Excellence.
Also: Ordnung + Sauberkeit = Sicherheit (auch im Kopf)
Ich für meinen Teil liebe Struktur, Ordnung und Systeme. Ich bin aber auch eine Eule…
Wie sieht es bei dir aus?
Sind Systeme für dich befreiend oder engen sie deine Kreativität ein?
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

