Vom Weg abkommen

Und plötzlich sitze ich in einer Berghütte. Vor mir eine heiße Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen. „Wie bin ich hierhergekommen?“

Wenn wir eine Wanderung beginnen, dann haben wir ein Ziel vor Augen. Dieses Ziel verfolgen wir, bestenfalls, bis wir es erreicht haben. Doch auf dem Weg zum Ziel erwarten uns vielerlei Ablenkungen. Hier eine Weggabelung, da mal eine Berghütte, dort mal andere Wanderer, die dir vorschlagen, einen anderen Weg zu gehen, der viel spannender ist. Viele Möglichkeiten, vom Weg abzukommen. Wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, kommen wir vielleicht nie da an, wo wir eigentlich hinwollten.

Und wie sieht es in unserem Führungsalltag aus?

Wie oft verlieren wir uns in den Dingen, die uns vor lauter Dringlichkeit beinahe schon ins Gesicht springen?
Die vielen Dinge, die immer schon so laut schreien, noch bevor wir am Morgen die Bürotür aufschließen. Das schwierige Gespräch heute Vormittag, das Qualitätsproblem von gestern, das heute aufgearbeitet werden muss, das knappe Budget für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, der eine leise Mitarbeiter, der leistungsmäßig nachgelassen hat, das Dashboard das noch zu pflegen ist und ganz ganz viele Dinge mehr. 

All diese Themen haben ihre Berechtigung. Doch wie oft fragen wir uns am Ende des Tages: „Wo genau ist bitte mein Tag hin?“ 
Im Abarbeiten der Dinge sind wir gut geworden – wir haben einen Plan, ein System, eine Struktur. Das läuft auch alles soweit, solange uns keiner mehr stört oder nicht noch 14 weitere „laute“ Dinge dazukommen.

Doch wie sieht es aus mit den Dingen, die leise sind? Die Dinge, die wir jeden Tag einen Tag weiterschieben. Die Dinge, bei denen wir nicht unmittelbar ein Ergebnis vorweisen können. 
Ich spreche von den strategisch wichtigen Dingen, die sich im täglichen operativen Chaos ganz wenig bis gar nicht bemerkbar machen.
Die Einzelgespräche mit deinem Mitarbeitenden zum Beispiel, um herauszufinden, wie ein individueller Entwicklungsplan und damit die Zukunftsperspektive für denjenigen aussehen könnte. 

Oder der Abgleich mit dem Produktionsforecast, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und langfristig die richtigen Maßnahmen einzuleiten. 
Oder auch das Nachdenken über die letzten Wochen oder Monate, um zu erkennen, was für dich gut lief und an welchen Verhaltensweisen du vielleicht arbeiten solltest. 
Themen, die leise irgendwo herumliegen – vielleicht auf eine To-Do-Liste, vielleicht in nem Schubladen oder in irgendeiner tief versteckten Datei auf nem Laufwerk. Aber sie sind da – und irgendwann werden sie anfangen lauter zu werden…
 
Bist du heute einen Schritt weitergekommen? Auf deinem Weg? Wie schaffst du es, nicht nur den lauten Dingen deine Aufmerksamkeit zu widmen?

Schreib es gerne in die Kommentare.
 
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

Die High Drive Dailys gibt’s auch direkt per E-Mail in dein Postfach oder in unserer Leadership & Excellence Community.
Kein Daily mehr verpassen, noch vor allen anderen lesen und Impulse holen! 

Du willst die Dailys per E-Mail? Das geht hier:
Du willst die HIGH DRIVE Dailys und noch viel mehr in unserer Community lesen? Das geht hier:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen