Warum dein Chef nicht dein Kunde ist
Wie oft versuchen wir, den Erwartungen unserer Vorgesetzten gerecht zu werden – wenn wir sie denn kennen… (das ist eine andere Geschichte). Ist aber auch ganz logisch.
Schließlich werden wir von unseren Vorgesetzten einmal im Jahr (ich habe mich nicht verrechnet oder verschrieben! Ja es ist meist nur einmal im Jahr! Das ist leider die Realität!) aufgrund unserer Leistung bewertet.
Wenn du also kein CEO bist, dann wirst du wahrscheinlich auch eine Chefin oder einen Chef haben. Eine:n formell Vorgesetzte:n. Und ja, dieser formelle Vorgesetzte wird dich bewerten. So will es das Gesetz – naja oder eben das System.
Klingt vertraut? Sehr gut.
Doch selbst wenn du CEO bist, hast du nen Boss. Eigentlich gibt es sowie nur einen Boss – den Kunden. Der Kunde bestimmt über Daumen hoch oder Daumen runter.
Und plötzlich hat jeder nen Chef.
Jede Abteilung, Jeder Prozess. Jedes Outcome.
Und hier wird es kompliziert.
Denn in ganz vielen Fällen ist dein Chef nicht dein Kunde. Das Ergebnis, das du oder dein Team produziert, landet nicht bei deinem Chef. Sondern vielleicht in der nächsten Abteilung oder beim nächsten Team.
Also wäre es doch sinnvoll, den Leistungsfokus auch dahin zu verlegen – oder?
Welchen Wert liefert dein Team? Welchen Mehrwert kannst du liefern, wenn du weißt, welche Anforderungen dein Kunde an deinen Output stellt?
Ganz oft beginnt so etwas im Kleinen.
Du erstellst einen Produktionsbericht. Dann wandelst du den Bericht in ein PDF und schickst dieses PDF weiter. Dein „Kunde“ (in diesem Fall dein E-Mail-Empfänger, Kollege, Mitarbeiter) nimmt nun das PDF, und kopiert mühsam einzelne Zahlen aus dem Bericht, um diese in ein anderes Excel-File einzutragen.
Klingt nach Verschwendung? Ist es!
Wenn du wissen würdest, was dein „Kunde“ mit deinem Bericht macht, dann könntest du doch bereits dir richtigen Zahlen in ein extra Tabellenblatt einfügen – automatisiert. Oder einfach das Excel-File weiterschicken. Oder tausend andere Dinge tun, die deinem Kunden das manuelle Kopieren ersparen.
Und ja: Oft ist es so einfach.
Wenn du weißt, wie die „Wertschöpfung“ deines Kunden aussieht, kannst du viel mehr Wert erzeugen, als du denkst!
Die Fragen, die wir uns stellen sollten sind doch:
Kennst du die Erwartungen deines Chefs?
Kennst du die Erwartungen deines Kunden?
Ergänzen sich diese beiden Erwartungskategorien oder sind sie völlig isoliert voneinander?
Was ist dein erster Eindruck, wenn du die Fragen liest? Schreib gerne einfach „Ergänzend“ oder „Isoliert“ in die Kommentare.
Ich bin auf das Ergebnis gespannt…
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

