Warum so viele Change-Maßnahmen scheitern und wie wir es besser machen können
Viele Change-Maßnahmen scheitern. Punkt.
Nicht weil die Mitarbeiter unflexibel sind. Nicht weil die Change-Leader unfähig sind.
Vielmehr, weil die Maßnahmen vom schlechten Licht des Status Quo überstrahlt werden.
„Wir müssen weg von unseren schlechten Umsatzzahlen!“
„Wir müssen weg von den hohen Unfallzahlen!“
„Wir müssen weg von der schlechten, starren Unternehmenskultur!“
Alleine beim Schreiben dieser Zeilen merke ich, wie sich innerlich eine Blockade aufbaut. Mit diesem unternehmerischen „Dirty Talk“ wird es schwierig, Gefolgschaft für Veränderungsmaßnahmen zu finden.
Ja – das Problem muss dargestellt werden. Der Schmerz muss allen klar sein. So kann und darf es nicht weitergehen. Soweit, so gut. Jeder muss verstehen was los ist und vor allem, warum der derzeitige Zustand nicht mehr wünschenswert ist – und geändert werden muss.
Nichts ist mächtiger als ein positives, erstrebenswertes Bild der Zukunft
Die Absprungbasis muss klar sein. Doch dann muss ein Leader dafür sorgen, dass die Mitarbeitenden sich formieren und in Richtung eines gemeinsamen Ziels bewegen.
Geht ein Löwe auf Jagd, hat er ein Ziel. Er will „hinzu“ Fressen. Für das Rudel Gazellen sieht die Sache anders aus. Bemerken sie den Löwen, ist es für sie eine „weg von“-Gefahr-Bewegung. Sie laufen in alle Himmelsrichtungen- Der Löwe ist fokussiert. Er verfolgt sein Ziel.
Seine Absprungbasis: Hunger. Sein Ziel: Fressen. Ein erstrebenswerter Zustand.
Auch wir sollten die Macht des erstrebenswerten zukünftigen Zustands nutzen, um sinnvolle Veränderungen nicht nur anzustoßen, sondern durchzuziehen.
Wie ist deine Erfahrung mit Veränderungsmaßnahmen? Gut gemeint ODER gut gemacht?
Schreib es gerne in die Kommentare.
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

