Wie man es macht, es ist verkehrt
Wie oft hören wir Dinge, um unsere Teams besser zu führen? Wie wenig hören wir, wie wir unseren Chef führen oder besser – mit ihm oder ihr zusammenarbeiten?
Wenn du in der Führungsrolle bist, bist du in einem bilateralen Verhältnis – und das ist noch vereinfacht gesagt. Das würde nämlich bedeuten, dass es „nur“ zwei Wege, zwei Verbindungen, ja zwei Verhältnisse gibt. Das Verhältnis zu deinem Team. Und das Verhältnis zu deinem Chef.
In Wirklichkeit sollte es besser multilaterales Verhältnis lauten. Dein Team ist keine Einzahl. Dein Team ist eine Gruppe von Menschen. Alle individuell. Alle anders. Dein Chef – ok, das ist eine Person. Aber wie sieht es mit dem Verhältnis zu deinen Kollegen aus? Schau nach links – im Büro nebenan sitzt vielleicht jemand, der auf derselben „Hierarchiestufe“ ist, wie du. Schau nach rechts – wahrscheinlich dasselbe.
Also wäre es denn nicht klug, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie wir die Beziehung zu diesem erweiterten Personenkreis aktiv und positiv gestalten?
Also nicht nur unsere Mitarbeiter wollen geführt werden. Auch unsere Vorgesetzten und unsere Kollegen wollen Aufmerksamkeit.
Führung findet nie isoliert in einem ereignislosen Raum statt. Es herrschen unzählige Dynamiken, welche es zu beachten gilt.
Ein kleines Beispiel: Vielleicht will dein Kollege nicht, dass du direkt mit „seinen“ Mitarbeitern sprichst. Vielleicht will er, dass alle Anfragen über ihn laufen?!
Vielleicht ist dein anderer Kollege exakt das Gegenteil und er ist mittlerweile gelangweilt, dass jeder auf ihn zukommt – anstatt seine Mitarbeiter direkt zu fragen.
Wie man es macht, es ist verkehrt.
Doch gar nicht so leicht – das mit der Führung, oder?
Wie sieht es bei dir aus? Hast du die Dynamiken im Blick, die da so unscheinbar und doch so wirksam im Hintergrund des Geschehens schlummern?
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!

