Leadership für Newcomer

8 Tipps die dir den Einstieg in die Führungsrolle erleichtern

Stell dir vor, du sitzt an deinem Schreibtisch. Du hast dein Smartphone in der Hand. Du willst einfach mal schnell Leadership googeln. Du denkst, du kannst dich schnell einmal einlesen. Doch die riesige Anzahl an unterschiedlichen Interpretationen erschlägt dich förmlich. Wo sollst du jetzt anfangen?

Als Newcomer, kann es überfordern sein, den Einstieg in eine Führungsrolle zu finden. Doch selbst wenn du bereits in einer Führungsrolle bist und vorhast, an deiner Leadership Performance zu arbeiten, ist es schwierig, den richtigen Ansatz zu finden.

Das gute ist: Es gibt zwar Tausende unterschiedliche Bezeichnungen und Interpretationen, doch im Kern meinen alle irgendwie dasselbe. Immer geht es um das Erreichen gemeinsamer Ziele und das Beschreiten eines gemeinsamen Weges. Menschen folgen nicht dir als Person, sondern deine Idee, deiner Inspirationsfähigkeit und Begeisterungskraft. 

Und wie du es schaffst, dies zu erreichen, das sehen wir uns hier an.

Sämtliche Personenbezeichnungen in diesem Artikel sind geschlechtsneutral zu verstehen und beziehen sich auf alle Geschlechter.

Leadership ist einfach – aber nicht leicht. Die zwei Perspektiven

Für mich besteht Leadership aus zwei Perspektiven.
Dies ist zum einen die intrapersonelle Perspektive. Hiermit meine ich dein Auftreten, dein Verhalten, dein Mindset, deine Selbstführung, deine Selbstorganisation, deine Einstellung, deine Glaubenssätze, deine Werte und so weiter.

Zum anderen ist es die interpersonelle Perspektive. Hiermit meine ich alles, was zwischen Personen passiert. Der Umgang miteinander, die Gesprächsführung, die Zusammenarbeit das Beschreiten des gemeinsamen Weges.
Wenn nun jemand in eine Führungsrolle kommt, beziehungsweise sich darin verbessern will, dann denken viele immer, sie müssen in der Zusammenarbeit besser werden.
Oder sie müssen Mitarbeiter besser motivieren oder was auch immer.
Doch, dabei ist es viel einfacher. Sie müssen erst einmal – und wieso oft – bei sich selbst beginnen. Also innerhalb der intrapersonellen Perspektive.
 
Wenn du also im Außen etwas ändern willst, fang bei dir an. Denn sobald du anfängst, kleine Sachen zu verbessern, verbessert sich automatisch vieles andere gleich mit.
„Wenn du im Außen etwas ändern willst, fang bei dir an.“
Und das ist doch schon mal eine gute Nachricht.

Und es ist nun mal viel einfacher, bei sich selbst zu beginnen als bei anderen? Auch das halte ich für eine gute Nachricht.
 
Du brauchst also erst mal nur dich und dein Köpfchen, um Großes zu bewegen!

Was also bedeutet Leadership und warum ist es wichtig?

Leadership ist die Fähigkeit, eine Gruppe von Menschen zu leiten und zu inspirieren. 

Eine gute Führungskraft kennt die Stärken und Schwächen ihres Teams und nutzt dieses Wissen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen.
„Viele Führungskräfte fangen an, ein Wohlfühl-Klima zu schaffen – das halte ich für den falschen Ansatz!“
Es geht auch darum, ein Umfeld zu schaffen, dass Leistung ermöglicht. Denn wenn jeder einzelne seinen Beitrag leisten darf und kann, dann entsteht wahre Zufriedenheit – und Bestleistung. 
Viele Führungskräfte fangen an, ein Wohlfühl-Klima erschaffen zu wollen. Ich halte das für den falschen Ansatz.
Ich bin überzeugt, Mitarbeiter wollen Bestleistung abliefern. Der Job einer Führungskraft ist es, ein Klima, ja ein Umfeld zu schaffen, welches dies ermöglicht.
Sobald dies geschafft ist, ergibt sich die Zufriedenheit und der Stolz auf die Leistung und das Erreichte von selbst. Dies ist in meinen Augen nicht nur ein Weg, sondern DER Weg zur Bestleistung.
Mitarbeiter wollen Bestleistung abliefern! Der Job einer Führungskraft ist es, diese Leistung zu ermöglichen.
In jedem Unternehmen braucht es also Menschen, die den Weg weisen. Ohne klare Führung können Projekte ins Stocken geraten und Ziele werden nicht erreicht. 
Gute Führungskräfte sorgen dafür, dass alle an einem Strang ziehen. Sie fördern die Zusammenarbeit und helfen dabei, Probleme schnell zu lösen. Sie nutzen die Stärken ihrer Mitarbeiter und erkennen Potenziale für zukünftige Vorhaben.

Was sind Eigenschaften einer guten Führungskraft?

Zuallererst: Du wirst nicht als Führungskraft geboren. Du kannst aber alles lernen. 

Zum Zweiten: Zur Führungskraft wirst du, wenn du eine Rolle besetzt. Also wenn du die formale Autorität bekommst, Personalverantwortung oder Weisungsbefugnis. 

Zum Leader wirst du dadurch aber noch nicht. Zum Leader musst du dich entwickeln.
„Zur Führungskraft wirst du auf Blatt Papier. Zum Leader musst du dich entwickeln.
Hier sind ein paar Punkte, die dir helfen, deine Entwicklungsreise zu gestalten:
Vorbildfunktion
Zeige das Verhalten, dass du von anderen erwartest. Gehe als Vorbild voran.
Deine Mitarbeiter orientieren sich an dir.
Lebe die Werte vor, die du von deinem Team erwartest. Sei zuverlässig, respektvoll und engagiert. Sei leistungsorientiert und liefere selbst Bestleistung.
Lebe vor, was du von anderen erwartest. 
 
Kommunikationsfähigkeit
Sprich klar und offen mit deinem Team. Stelle deine Erwartungen klar dar.
Frage nach den Erwartungen deines Teams.
Kommuniziere klar, höre zu, ermutige dein Team, Feedback zu geben.
Nimm dir Zeit für Gespräche. Regelmäßige Meetings und Einzelgespräche helfen, Missverständnisse zu vermeiden.   
 
Entscheidungsfreude
Lerne Entscheidungen zu treffen. Übernimm für deine Entscheidungen die Verantwortung. Handle mutig und entschlossen. Unentschlossenheit führt zu Unsicherheit im Team.
Lerne fundierte Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie unangenehm sind.
Baue auf Zahlen, Daten und Fakten. Hol dir andere Meinungen ein.
Bleib handlungsfähig. Warte nicht ab bis Situationen entstehen, die nur noch eingeschränkt Entscheidungen zulassen.
(Wenn du mehr wissen willst, wie du fundierte Entscheidungen triffst, lies diesen Artikel: Entscheidungen treffen unter Unsicherheit)
 
Lernfähigkeit:
Niemand ist perfekt. Bleib flexibel und entwickle dich weiter.
Lerne aus deinen Fehlern. Erkenne deine Optimierungspotenziale und gehe diese aktiv an. Entwicklungsfähig und der Wille, sich weiterzuentwickeln, ist die Schlüsselkompetenz für Führungskräfte schlechthin. 

Tipps für angehende Führungskräfte

1. Sei du selbst

Bleib dir selbst treu und verstelle dich nicht. Dein Team merkt, wenn du nicht ehrlich bist.
Mache dir auch bewusst, dass dein Verhalten und deine Entscheidungen Auswirkungen auf andere haben.

2. Verstehe deine neue Rolle

„Du bist nicht mehr alleine für deine Leistung verantwortlich.“
Der Wechsel zur Führungskraft ist mehr als ein Rollenwechsel. Es erfordert eine veränderte Denkweise. Du bist nicht mehr nur für deine eigene Leistung verantwortlich. Du bist nun verantwortlich für die Menschen, die die Leistung abliefern, an der du und gesamte Team gemessen wird.

3. Gib eine gemeinsame Richtung vor

Ein Team braucht ein Ziel – eine gemeinsame Richtung. 
Definiere klare Ziele und vermittle diese verständlich. 
Dies gibt Orientierung und schafft gegenseitige Motivation.
Behalten neben den kurzfristigen Ergebnissen auch die langfristigen Erfolge im Auge. 

4. Höre aktiv zu

Nimm dir Zeit für die Anliegen deiner Mitarbeiter. Oft findest du so Lösungen für Probleme.
Menschen benötigen oft nur jemanden der zuhört. Alleine damit finden sie meist die Lösung für ihr Problem. 
Die gute Nachricht: Du musst also nicht der sein, der alle Probleme löst. Du musst nur lernen zuzuhören und die richtigen Fragen zu stellen. 
„Zuhören heißt auch, die richtigen Fragen zu stellen.“

5. Fordere und Fördere deine Mitarbeiter

Erwarte und ermögliche Bestleistung. Niemand will nur durchschnittlich gut sein. Unterstütze dein Team dabei, Herausforderungen aktiv anzunehmen und zu meistern. Hilf ihnen, sich weiterzuentwickeln. 
Finde heraus was sie antreibt. Nutze deren inneren Antreiber, um individuelle Stärken zu fördern und ungenutzte Potenziale zu entdecken. 
„Auch dein Team will besser als nur durchschnittlich sein.“

6. Delegiere Aufgaben

Gib nicht nur Aufgaben ab – sondern auch die Verantwortung. Durch das Abgeben von relevanten Aufgaben inklusive Handlungsverantwortung zeigst du, dass du deinem Team vertraust. 
„Viele Führungskräfte haben Angst, die Kontrolle zu verlieren.“
Zudem entlastest du dich selbst. Die Herausforderung dabei ist, dass sich das viele Führungskräfte nicht zutrauen. Egal ob neu in der Rolle oder schon langjährig als Führungskraft unterwegs. Der potentielle Kontrollverlust lässt viele Führungskräfte zurückschrecken, wenn es um Delegation wichtiger Aufgaben geht.  
Effektives delegieren ist jedoch unumgänglich, wenn es darum geht, das Beste aus dem Team herauszuholen. Setze auf Vertrauen. Gib klare Anweisungen. Sei ansprechbar. Delegiere zur Aufgaben auch die Verantwortung und die Befugnis Entscheidung sowie die Kapazität, die Aufgabe auch ausführen zu können.
Wie du weiterhin ohne übermäßige Kontrolle alles im Griff behältst, das kannst du hier nachlesen.

7. Baue Vertrauen auf

„Vertrauen ist deine Währung als Leader.“
Vertrauen ist deine Währung und die Basis jeder guten Zusammenarbeit. 
Du baust es auf indem du Zusagen einhältst. Sei verlässlich. Sei offen in der Kommunikation und klar in deinen Aussagen. Zeige ehrliches Interesse. Stehe bei Herausforderungen hinter deinem Team. 

8. Bleib flexibel

Leadership ist lernen. Immer! Passe dich an neue Situationen an, ohne dich zu verstellen. Lerne dazu. Bilde dich weiter. Entwickle dich weiter. Reflektiere dein Führungsverhalten und nimm Verbesserungen vor. Hol dir Feedback – du bist schließlich nicht alleine. 
Hol dir Hilfe. Wer sich helfen lässt, ist schneller besser. 
Hole die Impulse um deine Leadership-Performance stetig zu verbessern. 
„Leadership bedeutet, sich stetig weiterzuentwickeln – in deinen Kompetenzen und deiner Persönlichkeit.“
Ach, da wäre noch eine Sache:

Es wird auch für dich Herausforderungen geben.  

Deshalb:

Ruhig bleiben!

…auch in schwierigen Situationen. 

Leadership bedeutet auch, mit Herausforderungen umzugehen lernen. 

Definiere die Situation objektiv. 
Wie groß ist das Problem wirklich?
Analysiere die wirklichen Ursachen. 
Finde passende Lösungen. 
Sorge dafür, dass sich das Problem nicht wiederholt. 
 
Klingt in der Theorie einfach. Dennoch: finde deinen Weg, souverän mit Herausforderungen umzugehen. 

Fazit: Ein neuer Führungsstil

Leadership ist eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe. Mit den richtigen Eigenschaften und der Bereitschaft, ständig dazuzulernen, kannst du eine erfolgreiche Führungskraft werden. 
Denk immer daran: Es geht nicht nur darum, Ziele zu erreichen, sondern auch darum, dein Team auf diesem Weg zu unterstützen und zu inspirieren.
 
Womit wirst du beginnen? Was willst du verbessern?
Schreibe deine Impulse gerne in unsere Community und teile deine Gedanken, Herausforderungen oder Erfolge.
 
Mit allen guten Wünschen und maximalen Erfolg beim Erreichen deiner Ziele

Nach oben scrollen